Claude Faible Erfahrungsbericht

Jörg Köster teilte seine Erfahrungen mit Claude Fable 5, dem neuen Spitzenmodell von Anthropic, das zum Zeitpunkt des Stammtischs nur befristet zur Verfügung stand. Ein sehr offener Bericht über beeindruckende Ergebnisse, überraschende Eigenmächtigkeiten und einen erheblichen Token-Hunger. Erster Anlauf: das eigene Setup auditieren Anthropic hatte zunächst kurz nach der Veröffentlichung von Fable das Modell wieder zurück gezogen. Zu kritisch wurden die gegenüber Opus deutlich stärkeren Fähigkeiten eingeschätzt. Wenige Tage später wurde das Modell für Kunden mit einem Pro-Account als Preview-Version für einen kurzen Zeitraum wieder frei geschaltet....

FileMaker Recovery Toolkit

Armin Egginger steuerte als Wunschthema einen technischen Deep-Dive bei, der aus einem realen Notfall entstanden ist: eine FileMaker-Datei, die sich mit Bordmitteln nicht mehr retten ließ. Am Ende steht ein Werkzeug, das die .fmp12-Datei direkt binär ausliest – ganz ohne FileMaker. Der Ausgangsfall Ein Kunde hatte eine Datei, die beim Öffnen des Datenbank-Designdialogs reproduzierbar abstürzte, sobald bestimmte Kalkulationsfelder betroffen waren. Sämtliche Wiederherstellungsprozesse blieben wirkungslos. Ein Verhalten, das man nicht nachvollziehen kann – und bei dem die Frage im Raum steht, was man mit einer solchen Datei überhaupt noch anfangen soll....

FM-Lab Erfahrungsbericht

Thomas Hirt steuerte einen ausführlichen Praxisbericht zum Einsatz von FM-Lab bei – dem auf DuckDB basierenden Analyse-Framework, das eine komplette FileMaker-Lösung als strukturierten Objektkatalog für AI-Agenten verfügbar macht. Während FM-Lab beim Stammtisch in den Vormonaten als Werkzeug vorgestellt wurde, zeigte Thomas nun, wie es sich im echten Projektalltag schlägt. Ausgangssituation Thomas betreut eine komplexe, rund 20 Jahre alte FileMaker-Legacy-Lösung, die fachlich wertvoll, technisch aber kaum noch zu überschauen ist. Mit FM-Lab in Kombination mit Claude analysiert er Skripte und Prozesse der Datenbank deutlich effizienter....

UI Best Practices

Ben Brix, Architekt und “Hobby-Entwickler mit AI-Unterstützung”, gab einen persönlichen und pragmatischen Einblick in das auf Basis von FileMaker umgesetzte Wissensmanagement-System in einem Architekturbüro. Von Word-Dateien zur FileMaker-Datenbank Die Entwicklung begann unspektakulär: Der Erfahrungsschatz lag ursprünglich in Form von einzelnen Textdateien auf dem Server. Mit zunehmender Anzahl der Dokumente musste jedoch eine neue Lösung her und es kam ein bürointernes Wiki-System dazu. Dieses wurde schließlich durch eine umfangreiche FileMaker-Lösung für mehr als 4....

Claude in Excel + PowerPoint

In einer spontanen Demo während der Diskussion zeigte Marcel Moré, wie Claude inzwischen als natives Add-In in Microsoft Excel und PowerPoint nutzbar ist – ein Tipp, der in der Runde für Begeisterung sorgte. Der Einstieg in das Thema kam über Jörg Köster, der von einem Kunden-Projekt berichtete in dem er mit Hilfe von Claude eine komplette PowerPoint-Präsentation erstellt hatte, die für seine Verhältnisse deutlich professioneller ausfiel als alles, was er selbst von Hand hätte bauen können....

MCP Light mit MBS Webhooks

Marcel Moré suchte einen Weg, seine lokale FileMaker-Buchhaltungslösung mit Claude Code zu verbinden — ohne Cloud-Zugang (Claris MCP), ohne FileMAker-Server und ohne komplexes Setup. Mögliche Ansätze wie URL-Scriptaufrufe oder n8n MCP über ein lokales Gateway scheiterten an fehlender bidirektionaler Kommunikation oder zu hohem Aufwand. Lösung: Pseudo-REST-API via MBS WebHook Die Lösung: eine lokale REST-API auf Basis der MBS-WebHook-Funktion. Der WebHook lauscht auf localhost (Port 8080), empfängt JSON-Anfragen von Claude Code und routet diese über ein zentrales Dispatcher-Skript an die jeweiligen FileMaker-Module weiter....

Zugriff per Apple Watch auf FileMaker

Holger Pfeiff präsentierte eine elegante Lösung, um die Lücke zwischen dem Handgelenk und der FileMaker-Datenbank zu schließen. Da es keine native „FileMaker Go“-Version für die Apple Watch gibt, zeigte Holger, wie man mit Bordmitteln von iOS und dem Tool „DataJar“ dennoch eine praxistaugliche Anbindung realisiert. Die Herausforderung: FileMaker „Headless“ auf der Uhr Die Apple Watch bietet bauartbedingt keinen Platz für komplexe FileMaker-Layouts. Der Anwendungsfall liegt hier nicht in der Bearbeitung umfangreicher Datensätze, sondern in Micro-Interaktionen: Status-Updates, Zeiterfassung oder das Abrufen kurzer, prägnanter Informationen, ohne das iPhone aus der Tasche nehmen zu müssen....

Bildergalerie für den Webviewer

Adam Augustin präsentierte ein neues Beispiel-Projekt für seinen JavaScript-Baukasten im FileMaker WebViewer. Er zeigte sein CLI-Tool „create-app-for-fm“, das Entwicklern hilft, moderne Web-Projekte blitzschnell aufzusetzen. Das Tool nutzt im Hintergrund Vite und React. Der große Vorteil für FileMaker-Entwickler: Während der Entwicklung läuft ein lokaler Node.js-Server. Änderungen im Code-Editor (Adam nutzte Windsurf bzw. VS Code) werden durch „Hot Reloading“ sofort und ohne Neuladen im FileMaker WebViewer sichtbar. Das beschleunigt den Entwicklungsprozess enorm....

Verarbeitung von Geo-Informationen

Robert Hermann zeigte den Prototyp einer FileMaker Lösung für die Gräber-Verwaltung auf Friedhöfen. Die Herausforderung: Wie lassen sich Grabstellen geographisch exakt zuordnen und mit den Stammdaten verknüpfen? Prinzipiell wäre die Erfassung von GPS-Daten per iPhone oder iPad mit FileMaker Go möglich. Die Diskussion ergab, dass die GPS-Genauigkeit von Smartphones (oft nur 3-10 Meter) für eng liegende Gräber nicht ausreicht. Lösungsansätze aus der Runde waren: Nutzung von what3words für eine präzisere Adressierung von 3x3 Meter Quadraten....

AI Assistent für Adressen-Erfassung

Jörg Köster zeigte eine neue Funktion in seiner Agentursoftware CAOS für die intelligente Erfassung von Adressen. Damit ist es möglich, zum Beispiel ein Impressum von einer Website in ein Textfeld zu kopieren und die enthaltenen Adressangaben automatisch in die Adressdatenbank zu übernehmen. Die Zerlegung in explizite Adressfelder erfolgt per AI automatisch, selbst nicht erkannte Inhalte werden separat ausgewiesen. Der Benutzer kann dann die erkannten Felder editieren, bestätigen und in den Adressbestand übernehmen....